Unter uns, Mädels

 

Die folgenden Gedanken widme ich allen Frauen, die nicht ganz gleichgültig an einem Motorrad vorbeigehen. Sie bewundern unter Umständen die harmonische, Kraft strotzende Optik, sie träumen vielleicht davon, einmal auf der Rückbank Platz zu nehmen, sind eventuell schon Sozia oder fahren bereits eine eigene Maschine und haben ebenfalls eine persönliche Geschichte, eine Motorrad-Vita sozusagen.

Mädels, ich bin fast sicher, dass eure Geschichte viel mehr mit Gefühlen zu tun hat, als die der männlichen Biker! Vielleicht erlebt ihr das Abenteuer „Motorradfahren“ deshalb noch intensiver, vielfältiger und nachhaltiger! Das wäre prima! Mir ging es dabei, wie folgt: ….

Stopp! Sollte sich doch vielleicht ein männlicher Leser auf diese Seiten verirrt haben, so zolle ich ihm Respekt! Er ist zumindest wohltuend neugierig. Vielleicht interessiert ihn aber auch die Sichtweise seiner Passion aus einem anderen, dem weiblichen Blickwinkel? Oder liest er in der Absicht zu „beweisen“, dass dieses „harte Männerhobby“ ja wohl doch nichts für Frauen ist?

„Haben diese Emanzen nichts Besseres zu tun, als sich auch noch bei uns einzumischen?“, könnte er denken.

Oder ist er offen und aufgeschlossen wie ein moderner, toleranter Mann, der bereit ist, die Gefühle seiner Partnerin zu akzeptieren? Wäre es so, Glückwunsch! Du wärst der eigentlich coole Boy! Langfristig hättest du sicher mehr Erfolg bei den Frauen als dein Machokollege!

Dann möchte ich auch dir erzählen, welche Gedanken mich dazu trieben SFin (Selbstfahrerin) zu werden und welche kleineren und größeren Klippen ich dabei zu bewältigen hatte.

Inzwischen fahre ich selber Motorrad. Im Jahr zirka 18.000 Kilometer. Ich fahre nicht, weil es meine bessere Hälfte von mir erwartet. So mag es vielleicht einigen von euch ergehen. Das wäre ein klein wenig schade. Der Genuss wäre dann eventuell etwas getrübt und es könnte zu Fahr- (und Beziehungs- ?) Stress kommen.

Ich fahre auch nicht, weil es zum guten Ton gehört oder ein Modetrend ist. Nein, ich fahre, weil es mir riesigen Spaß macht und weil man mit diesem Hobby sich selber noch einmal fordern kann. Natürlich auch, um einzigartige Landschaften hautnah zu erleben, interessante Kontakte zu knüpfen und flexibel zu bleiben.

Euch Mädels sei gesagt: Gebt nicht auf! Bleibt beharrlich am Ball! Selber Motorrad fahren ist eins der schönsten Hobbys, die es gibt! Und vor allem: Es ist keine Altersfrage!

 

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